Harald Konietzko

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*04.07.1951 - die "Powerstation" von Thirsty Moon. Wer mit ihm gespielt hat, weiß was ein Energie-geladener Bass ist. Sollte der Antrieb des "intergalaktischen Raumkreuzers THIRSTY MOON" irgendwann einmal ausfallen, wäre es für ihn ein Leichtes, den Schub per Klinkenverbindung vom 4-Saiter zu liefern.

Konietzko hat maßgeblichen Anteil an der "Verve" aller Produktionen, die er mitgestaltet hat. Sein energetischer Stil, der aber trotzdem von einer sensiblen und filigranen Auffassung getragen ist, lassen seine Arbeit unvergleichlich erscheinen.

Es hat wohl selten Bassisten gegeben, bei denen sich Lyrik, Feingefühl und Energie in solch einer Weise verbunden haben. Vielleicht sind es nur Jack Bruce, Sting und Marcus Miller, die auch in diese Kategorie fallen. Aber nicht dass da nur Kraft im Spiel ist, Konietzko hält trotz massivem Krafteinsatzes den Groove wie ein Uhrwerk! Und swingt, spielt mit den Synkopen, massiv zeitversetzt, absichtlich vertrackt, um irgendwann wieder einzuspuren, sich auf die "1" zu setzen, nur um im nächsten Moment wieder davon wegzupendeln.

Er verfügt zudem über ein ausgesprochen angenehmes sängerisches Talent, angenehmes Timbre mit einem Stimmumfang von gut 3 1/2 Oktaven. Sichere Intonation auch in hohen Registern und eine makelose Beherrschung der schwierigen Registerübergänge zwischen Voll- und Halbstimme. Seine Darbietungen in dieser Hinsicht wie das Outro der 1. Produktion sind bestechend. Er begleitet sich alleine frei auf 12-saitiger Akustikguitarre und legt darüber einen lyrischen Tenor, der die inhaltliche Botschaft plastisch umsetzt, eine Variation des Themas "Space Oddity" aus einer eigenen Sicht.

Conny Plank hat der Komposition mit Echo- und Echofeedback-Effekten einen Klang beigefügt, der die inhaltliche Message um die Dimension "Weite des Raumes" erweitert.